2013

4 Tage Terroir Moselle

WEINKULTURELLE SPURENSUCHE

Orden der Freunde des Pfeddersheimer Weins besucht das „Terroir Moselle“

Geistig-kulturelle Brücken zwischen kulturhistorischen Stätten und dem Wein zu bauen bestimmen seit fast 40 Jahren die Exkursionen des „Ordens der Freunde des Pfeddersheimer Weins“.
Die diesjährige Vier-Tages-Fahrt führte 46 Ordensmitglieder in das „Terroir Moselle“, das drei Weinbaugebiete im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg umfasst.

Mit dem Besuch der baulichen Reste der ehemaligen Abtei Gorze begaben sich die Pfeddersheimer Teilnehmer auch auf historische Spurensuche. In einer Schenkungsurkunde des Bischofs Chrodegang von Metz wurde im Jahre 754 Pfeddersheim erstmals urkundlich erwähnt. Chrodegang schenkte Teile seines Pfeddersheimer Besitzes an das von ihm gegründete nur wenige Kilometer entfernte Benediktinerkloster Gorze: „…jene Kirche, die in Pfeddersheim erbaut ist…einschließlich ihrer Einkünfte, des Wein- und Fruchtzehnten.“ Von der ehemaligen Klosteranlage Gorze ist nur noch das in den heutigen Kirchenbau integrierte Tympanon der Klosterkirche erhalten. Es war Bischof Chrodegang, dem das Kloster im hessischen Lorsch im Jahre 764 zum persönlichen Besitz übereignet wurde, worauf er Mönche aus der Abtei Gorze nach Lorsch entsandte. Vom 10. Jh. bis zur Zeit der Bauernkriege Anfang des 16. Jhs. unterhielt das Kloster Gorze auch in Pfeddersheim auf dem St. Georgenberg ein Filialkloster.