2016 (2)

Ordensfahrt zu „königlichen“ Weinen

Kultur und Wein war das Motto der Exkursion des „Ordens der Freunde des Pfeddersheimer Weins e.V.“ nach Hochheim am Main, zu der der Vorsitzende Günter Bleise 47 Teilnehmer begrüßen konnte. Die Wein- und Sektstadt liegt zwar am Main, gehört dennoch mit ihren Weinlagen und den ca. 200 Hektar Rebflächen zum Rheingau, wovon 80 % mit Rieslingreben bestückt sind.

Wie Pfeddersheim wurde Hochheim am Main erstmals im Jahre 754 urkundlich erwähnt. Bekanntlich erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Rieslinganbaus in Deutschland in der Nachbargemeinde Rüsselsheim nur wenige Jahre vor 1511, der ersten urkundlichen Erwähnung des Anbaus der Rieslingrebe in Pfeddersheim. Besondere Berühmtheit erlangte Hochheim durch den Besuch der englischen Königin Victoria im Jahre 1845. Noch heute wird Hochheimer Wein am Königshof getrunken. Zu Ehren der Queen wurde eine der elf Weinlagen in Königin Victoria Berg benannt und ein Denkmal aufgestellt, das an den hohen königlichen Besuch erinnert. In der englisch sprechenden Welt ist der Hochheimer Wein als „Hock“ bekannt. Es hat sich der Ausspruch etabliert „A good Hock keeps off the doc“! Auch als Sektstadt hat sich Hochheim einen Namen gemacht. Der erste Schaumwein im deutschsprachigen Raum wurde 1832 unter dem Namen „Mussie“ hergestellt. Daraus entwickelte sich 1836 die erste deutsche Sektkellerei „Burgeff-Mumm“, die heute zur Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei gehört. Nach einer Führung durch das Erste Weinbaumuseum Hessens und dem Ausschank des „Hochheimer Königinnenweins“ schloss sich eine Führung durch die historische Altstadt an. Die Ordensfahrt fand in einem 200 Jahre alten Gewölbekeller eines in der vierten Generation geführten Weingutes ihren Abschluss.

D. Kirchner