1.6.2019 – Wormser Wochenblatt

Breitgefächertes Kulturprogramm

PfeddersheimerWeinfreunde begegnen im Burgund Confrerie des Trois Ceps-St. Bris

PFEDDERSHEIM (red) – Die Ordensfahrt der Freunde des Pfeddersheimer  Weins führte in diesem Jahr nach Auxerre, um von hier aus in einer siebentägigen Exkursion Burgund sozusagen hautnah zu erleben.
Die Weinfreunde verkosteten nicht nur Spitzenweine bekannter Domänen aus Chablis, St. Bris les Vineux und Irancy, sondern erlebten auch gemäß der festgelegten Ordensmaxime „Wein und Kultur“ über ein
breitgefächertes Kulturprogramm Burgund mit seinen Baudenkmälern, Kirchen, und Schlössern.
Schon vor der Ankunft in Auxerre konnte das in den Formen der
spätfranzösischen Renaissance errichtete Wasserschloss de Tanlay im Departement Yonne besichtigt werden. Ein weiteres Highlight war der Besuch des französischen Kulturerbes „Grottes d’Arcy sur Cure.
Emotionales Erlebnis Ein emotionales Erlebnis war die
Begegnung mit dem burgundischen Weinorden Confrerie des
Trois Ceps-St. Bris beim gemeinsamen Mittagessen in EscolivesSaint-Camille in der Domäne Borgnat. Nach seiner Begrüßungsrede überreichte der Vorsitzende Günter Bleise dem Ordensmeister Monsieur Grand
Maître Elie Paratre eine Erinnerungsurkunde über die Begegnung, sowie einer Kopie der Pfeddersheimer Riesling Urkunde vom 11. November 1511.
Selbstverständlich durfte ein Präsent mit einigen Flaschen
Pfeddersheimer Wein nicht fehlen. Nach einem erstklassigen dreigängigem Menü konnte sich die Gruppe nun gestärkt der Besichtigung der Sektkellerei „Caves Bailly in einem alten Steinbruch mit anschließender Sektverkostung vornehmen. Weiter ging es am dritten Tag mit der Besichtigung der Stadt Auxerre mit ihren Sehenswürdigkeiten, dem schönen Panorama am Ufer der Yonne, vorbei an historischen Bauten mit kunsthistorischer
Substanz. Nach einer Führung im Zisterzienserkloster Pontigny
erreichten die Weinfreunde wenig später das berühmte Weinanbaugebiet Chablis. Während den Weinproben erfuhren die Gäste, dass auf dem Muschelkalkboden in der Region um Chablis vor allem Chardonnay
angebaut wird, hier ein trocken ausgebauter Weißwein mit kräftiger Säure und einer typischen Mineralität, die häufig mit einem Feuersteingeschmack umschrieben wird. Bei einer Exkursion durch Burgund gehört der Besuch der Ortschaft Vezzelay zum Pflichtprogramm. Nach Besichtigung der romanischen Basilika St. MarieMadeleine und einer anschließenden Weinprobe ließ man den Abend mit einer romantischen Kreuzfahrt auf dem Fluss Yonne ausklingen.
Der nächste Programmpunkt am Morgen darauf war der Besuch des schönen und gut erhaltenen mittelalterlichen Dorfes Noyerssur-Serein. Hier werden außergewöhnliche Weine angebaut, darunter der in Burgund einzigartige Name „St Bris“, der aus der Rebsorte Sauvignon hergestellt wird. Hier in der Domäne Bersan konnten die Weinfreunde diese Weine verkosten, einzigartig war auch die Begehung eines mittelalterlichen Weinkellers aus dem 11. Jahrhundert.
Den kulturellen Schlusspunkt am folgenden Morgen bildete die
Besichtigung des Schlosses von Ancy-Le-Franc. Zum Abschluss
des Tages konnten die Weinfreunde in Irancy hervorragende Spätburgunder, aber auch einige Chablis-Weine degustieren.
Der Vorsitzende Günter Bleise dankte auf der Heimfahrt am
nächsten Tag unter dem Beifall der 39 Teilnehmer Gerd Ulrich
Albrecht für die bestens organisierte Exkursion.

Foto: Peter Behringer
Die Freunde des Pfeddersheimer Weins waren in Burgund auf Reisen